Kein Anknüpfen an alte Formen – neue Synagogen nach 1945
Die ersten Gottesdienste nach 1945 fanden zunächst in Privathäusern statt. Immer wieder stand die Frage im Raum, ob auf Dauer ein Gemeindeleben in Deutschland möglich sein würde.
Die vielen bis 1933 organisch gewachsenen jüdischen Gemeinden waren 1945 vernichtet. Die Gemeinden, die nach 1945 in Deutschland neu entstanden, hatten eine völlig andere Struktur. Sie waren klein und ihre Mitglieder meist ältere, der Verfolgung und Ermordung entronnene Personen und deren Familien, die Kinder meist nach 1945 geboren.
Stärker als alle Zweifel war schließlich der Wille einzelner, jüdisches Leben in Deutschland neu aufzubauen.
Mitte der fünfziger Jahre entstanden die ersten Pläne für neue Synagogenbauten. In Westfalen konnten bis 1961 sechs Synagogen eingeweiht werden: Dortmund 1956, Minden und Gelsenkirchen 1958, Paderborn 1959, Hagen 1960 und Münster 1961. 1963 erfolgte die Einweihung der Synagoge in Bielefeld. In Recklinghausen und Detmold gab es neue Betsäle in den Gemeindehäusern.
Stärker als alle Zweifel war schließlich der Wille einzelner, jüdisches Leben in Deutschland neu aufzubauen.
Mitte der fünfziger Jahre entstanden die ersten Pläne für neue Synagogenbauten. In Westfalen konnten bis 1961 sechs Synagogen eingeweiht werden: Dortmund 1956, Minden und Gelsenkirchen 1958, Paderborn 1959, Hagen 1960 und Münster 1961. 1963 erfolgte die Einweihung der Synagoge in Bielefeld. In Recklinghausen und Detmold gab es neue Betsäle in den Gemeindehäusern.
Funktion und Technik entscheidend
Die Neubauten entstanden ohne Anknüpfung an die Synagogen der Vorkriegszeit. Man wollte sich bewusst abheben von den pompösen Monumentalbauten der jüngsten Vergangenheit. Funktion und Technik bestimmten die Bauweise. Darüber hinaus galt es, wie ein Architekt formulierte, "das Gemeindeleben so zu gestalten, dass alle Mitglieder zusammengebracht werden, dass sie sich neben dem Gottesdienst auch gesellschaftlich näher kommen". Diese Vielfalt der Aufgaben bedingte daher beim Synagogenbau eher eine Ähnlichkeit mit den Bethäusern der Gemeinden in weit zurückliegender Vergangenheit als mit den Synagogen der vorhergegangenen einhundertfünfzig Jahre.



