Die Synagoge während des Zweiten Weltkrieges
Die Funktion der Synagoge wurde während des Zweiten Weltkrieges völlig verändert.
Ruine der Maharshal-Synagoge aus dem Jahre 1943, Fotograf unbekannt.Foto: "Brama Grodzka – Teatr NN"
Der letzte Verwalter der Synagoge vor dem Kriege war David Keller, der die ehrenvolle Aufgabe hatte, Toraverse vorzulesen. Seine wohlklingende Stimme und klare Aussprache ertönten in dem großen Saal mit seiner hervorragenden Akustik und hinterließen bei den Lubliner Juden reizvolle und bewegende Erinnerungen.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Synagoge für religiöse Zwecke geschlossen und in ihren Mauern entstand eine Volksküche. Dort wurden Mahlzeiten für die ärmsten Einwohner des in diesem Gebiet gegründeten Ghettos ausgegeben.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Synagoge für religiöse Zwecke geschlossen und in ihren Mauern entstand eine Volksküche. Dort wurden Mahlzeiten für die ärmsten Einwohner des in diesem Gebiet gegründeten Ghettos ausgegeben.
Erinnerungstafel auf dem Platz, wo sich vor dem Zweiten Weltkrieg die Maharshal-Synagoge befand. Foto: Marta Kubiszyn
Sammelpunkt
1942 befand sich in der Maharschal-Synagoge der Sammelpunkt für Personen, die ins Vernichtungslager Bełżec gebracht werden sollten.
Nach der Auflösung des Ghettos wurde das Gebäude der Synagoge abgerissen. Die Räumung des Platzes wurde noch nach Kriegsende fortgesetzt. An dieser Stelle befindet sich ein kleines Denkmal mit einer Granittafel, deren Inschrift auf Hebräisch, Jiddisch
und Polnisch an die Synagoge erinnert. 