Chassidim
Der Chassidismus
war eine religiöse Bewegung, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihren Anfang hatte und zu deren Entstehung ein Rachezug gegen die Juden, verursacht durch die Aufstände des Kosakenführes Bogdan Chmielnicki, den ersten Anstoß gab.
Die Anhänger des Chassidismus behaupteten, dass Gott in allen Lebenslagen allgegenwärtig sei, und dass man Ihm somit nicht nur durch das Gebet, sondern auch durch einfache Alltagsaktivitäten dienen könne. Laut den Chassidim kann man Gott freudig verehren und bis heute noch erfolgt das durch fröhliche Tänze und Gesänge
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Jüdische Großeltern mit ihren Enkelkindern auf dem Weg in die Synagoge. Postkarte aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Die Chassidim hielten die festgelegten Gebetszeiten nicht mehr ein, weil sie davon ausgingen, dass man zu jeder Zeit beten könne. Sie veränderten die religiösen Riten und nahmen eine eigene, für sie charakteristische Tracht an: einen dunklen Mantel, weiße Strümpfe und Hüte, die so genannten Streiml, die bei den Rabbinern mit Pelz besetzt wurden.
Jede chassidische Gesellschaft gruppierte sich um einen geistlichen Führer, den so genannten Zaddik, von dem man glaubte, dass er über magische Kräfte verfüge und Wunder tun könne.
Der größte Zaddik in der Lubliner Provinz war Icchak Jakub Horowitz (1745–1815). Er war zudem ein großartiger Lehrer und zu seinen Schülern gehörten fast alle Begründer großer chassidischer Dynastien in Polen. Der Chassidismus wurde sehr populär, nicht nur bei den armen und unausgebildeten Juden, sondern auch bei den reichen und gelehrten Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft. Das geschah hauptsächlich deswegen, weil die Chassidim außer der Idee, Gott fröhlich zu dienen, die jüdischen Gebote und die mit ihnen verbundenen Feste und Bräuche strikt einhielten.
Zaddik mit magischen Kräften
Jede chassidische Gesellschaft gruppierte sich um einen geistlichen Führer, den so genannten Zaddik, von dem man glaubte, dass er über magische Kräfte verfüge und Wunder tun könne.
Der größte Zaddik in der Lubliner Provinz war Icchak Jakub Horowitz (1745–1815). Er war zudem ein großartiger Lehrer und zu seinen Schülern gehörten fast alle Begründer großer chassidischer Dynastien in Polen. Der Chassidismus wurde sehr populär, nicht nur bei den armen und unausgebildeten Juden, sondern auch bei den reichen und gelehrten Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft. Das geschah hauptsächlich deswegen, weil die Chassidim außer der Idee, Gott fröhlich zu dienen, die jüdischen Gebote und die mit ihnen verbundenen Feste und Bräuche strikt einhielten.

